Im Schnee um den Habsberg

Ein Vernünftiger bleibt bei diesem Wetter zu Hause und fährt nicht auf glatten Straßen durch die halbe Oberpfalz zum Wandern auf den Habsberg. Aber nur vernünftig zu sein, ist auf die Dauer langweilig. Und am Habsberg scheint mir heute irgendwie der Schnee am weißesten, am tiefsten, am jungfäulich reinsten …

Von Prönsdorf soll es losgehen. Auf dem Weg dorthin entgehe ich nur knapp einem Zusammenstoß mit dem Jeep eines amerikanischen Spätbesatzers, der auf Teufel komm raus die freie Spur auf meiner Fahrbahnseite beansprucht und sich nicht in den Matsch auf seiner Seite traut. Wahrscheinlich ein nur Sonne gewohnter Kalifornier, den sie auf dem Truppenübungsplatz für Afghanistan oder vielleicht schon für den Iran vorbereiten. Na, hoffentlich hat es dort wenigstens keinen Schnee!

Die Parkplatzsuche in Prönsorf gestaltet sich schwierig. Meinen Hecktriebler will ich nicht einfach so an einer Stelle mit uneinsehbaren Untergrund abstellen. Es könnte schwierig werden wieder auf die Fahrbahn zu kommen. Da ist auch schon das Ortsende und ich will an einem wirklich nur leicht geneigten, zwar ungeräumten Abzweig wenden. Kein Problem!

Doch ich glaube es kaum: plötzlich folgt das Hinterteil nicht mehr dem Vorderteil, sondern bewegt sich stattdessen tangential auf dem Straßengraben zu. Uns schon sitze ich fest! Immerhin kann ich diesmal ohne Bedienungsanleitung die elektronische Schlupfriegelung abschalten. Aber jeder weitere Befreiungsversuch bringt mich nur noch tiefer in den Graben. Jetzt habe ich genau das erreicht, was ich in jedem Fall vermeiden wollte.

Doch siehe da! Es eilen schon drei hiflsbereite Landwirte ungefragt aus ihren Kühställen herbei und befreien mich mit einem kurzen Ruck aus der prekären Lage.

Jetzt kommt nur noch ein geräumter Parkplatz in Frage. Den finde ich endlich auf dem Habsberg. Dann starte ich eben von da. Wird schon gleich nicht soviel herhauen, daß ich von da oben nicht mehr runterkomme.

Gleich vom Parkplatz geht es in den Wald. Heute bin ich der erste, der seine Spur in die eine unberührte frische Schneedecke setzt. Nichts und niemand stört die Stille. Schneeluft sauber, frisch und trotdem irgendwie duftend wie in Norwegen nördlich des Polarkreises!

Es geht bergab nach Thürsnacht. Auch auf dem Weg von dort nach Prönsdorf war heute noch niemand. Erst kurz vor dem Schauplatz meines Heckantriebmalleurs taucht ein Fendt mit drei Personen auf. Ein Vater scheint mit seinen Kindern auf einer Lustfahrt durch den etwa fünfzehn Zentimeter tiefen Pulverschnee. Die einzigen Wesen, die mir bis zum Habsberg begegnen!

Am Ortseingang begutachte in aller Ruhe nocheinmal die Spuren, die ich hinterlassen habe. Das einzige Dreckloch weit und breit! Ausgerechnet von mir!

Auch in Prönsdorf keine Menschenseele auf der Dorfstraße! Nichtmal in den Kuhställen!

Danach spitzt auch schon der Kirchturm der Wallfahrtskirche auf dem Habsberg hinter den Waldrücken hervor. Der Weg dorthin fordert dann aber doch einmal das Herz-Kreislaufsystem.

Die Abfahrt vom Habsberg erweist sich als unproblematisch.

Posted in Uncategorized | Leave a comment

Hufeisen gefunden!

Auf dem heutigen Sonntagsausflug um Schneckenhof haben wir ein Hufeisen in der Nähe der Hirschstub’n gefunden. Der Verlierer möge sich melden.

Schneckenhof,Hufeisen

Posted in Schneckenhof | Leave a comment

Im Sommer 2012 weiter nach Fribourg

Im Frühsommer 2012 soll es weitergehen auf dem Jakobsweg durch die Schweiz. Starten werde ich mit der Etappe von Einsiedeln nach Ingenbohl, die ich im Herbst 2011 wegen Dauerregens mit Schneefall nicht mehr gelaufen bin. In weiteren sieben Etappen bis nach Fribourg versuche ich dem Ende der Welt wieder ungefähr 220 km näher zu kommen.

Posted in Uncategorized | Tagged | Leave a comment